Wolfgang Fritz Haug über das Großprojekt:
„Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus“

Beginn: Fr., 27.09.2019, 20:00 Uhr

Einlass 30 Minuten vorher

Das „Historisch-kritische Wörterbuch des Marxismus“ (HKWM) ist das Großprojekt eines 15-bändigen Lexikons marxistischer Begriffe. Es soll insgesamt rund 1.500 Begriffe erläutern.

Das Wörterbuchprojekt wurde 1983, anlässlich des hundertsten Todestages von Karl Marx, von Wolfgang Fritz Haug ins Leben gerufen. Es wird heute vom „Berliner Institut für kritische Theorie“ (link) unter der Leitung von Wolfgang Fritz Haug, Frigga Haug, Peter Jehle und Wolfgang Küttler herausgegeben. Bisher sind neun Bände erschienen.

Neben der Arbeiterbewegung werden die Frauenbewegung, die Umweltschutzbewegung und die neuen soziale Bewegungen berücksichtigt. Die Befreiungstheologie und die Fragen der postkolonialen »Dritten Welt« finden ebenfalls Eingang. Den Initiatoren geht es nicht nur um die Frage nach Marx und seiner Wirkungsgeschichte. Das Wörterbuch gibt Auskunft über die Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse in Geschichte und Gegenwart. Historische und zeitgenössische Tendenzen werden in diesem Wörterbuch zusammengefasst, verdichtet und wissenschaftlich unterbaut.

Wir freuen uns, dass (link)Wolfgang Fritz Haug sich bereit erklärt hat, das Projekt „Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus“ bei uns vorzustellen. Vielleicht bekommen wir an diesem Abend einen Einblick, woraus die Menschen, die seit vielen Jahren an diesem Projekt mitarbeiten, angesichts der Mammut-Aufgabe ihre Kraft schöpfen.

Wolfgang Fritz Haug studierte von 1955 bis 1963 Philosophie, Romanistik und Religionswissenschaft in Tübingen, Montpellier, Berlin und Perugia. 1966 promovierte er an der Freien Universität Berlin über Jean-Paul Sartre und die Konstruktion des Absurden. 1972 folgte die Habilitation; von 1979 bis 2001 war er Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt ist der Marxismus. 1959 gründete Wolfgang Fritz Haug in Berlin den „Argument Verlag“, er war Mitbegründer der Zeitschrift „Das Argument“, deren Herausgeber er bis heute ist. Wolfgang Fritz Haug war zudem Mitherausgeber der kritischen Gesamtausgabe der Gefängnishefte von Antonio Gramsci, die in den Jahren von 1991 bis 2002 in zehn Bänden erschienen (Wikipedia).

Im Jahre 1980 begründete Haug die Berliner „Volksuniversität“ mit. Von 1984 bis 1989 war er Mitglied des Internationalen Beirats von „Socialism in the World“ (Belgrad) und von 1996 bis 2001 Gründungsvorsitzender des Berliner „Instituts für kritische Theorie“ (InkriT), dessen Leitung er seit 2001 innehat. Wolfgang Fritz Haug sitzt auch im wissenschaftlichen Beirat von attac. Seit 2007 sind er und seine Ehefrau Frigga Mitglieder der Partei „Die Linke“ Die Universität Roskilde, Dänemark, verlieh ihm 2013 die Ehrendoktorwürde. Haug ist Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Zu seinen Werken zählen die Kritik der Warenästhetik (1971), die Vorlesung zur Einführung ins Kapital (1974), Faschismus und Ideologie (1980) und das Historisch-kritische Wörterbuch des Marxismus, das er seit 1994 herausgibt. Anfang der 1970er Jahre prägte Haug den Begriff der Warenästhetik. (Basis wikipedia)

Bei uns geht es auch musikalisch zu, wenn kein Konzert stattfindet. Zu Beginn singen wir meistens ein Lied, das der Gast bzw. Referent ausgesucht hat. Zum Schluss wird das Buffet eröffnet, zu dem wir Sie schon jetzt herzlich einladen.

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